Heizen wie die Sonne

Für das Wohlbefinden des Menschen ist nicht die Lufttemperatur, sondern der Mittelwert aus Umgebungs- und Raumlufttemperatur, die Empfindungstemperatur, massgebend. Ein Beispiel: Scheint im Winter in den Bergen die Sonne, kann man trotz tiefer Lufttemperatur im T-Shirt draussen sitzen.

Exakt so funktioniert die Strahlung der Deckenstrahlplatten: Ihre milde Wärmestrahlung wird erst beim Auftreffen auf feste Materie - Menschen, Boden, Maschinen, Einrichtung usw. - in Wärme-Energie umgesetzt. Diese Speicher geben dann ihrerseits Wärme durch Strahlung und Konvektion ab und bewirken damit ein gleichmässig vertikales Temperaturprofil.

Heizen mit Deckenstrahlplatten

Kühlen mit Deckenstrahlplatten

Die Strahlplatten werden durch warmes Wasser aufgeheizt. Durch das Aufheizen geben die Deckenstrahlplatten Energie an den Raum ab. Diese Energie wandelt sich beim Auftreffen auf den menschlichen Körper oder auf Gegenstände in Wärme um. Die Körper erwärmen sich. Da die Strahlungsheizung an der Decke in grossen Räumen und Gebäuden angebracht wird, spricht man auch von Deckenheizung bzw. Deckenheizkörpern.

Beim Prinzip der Deckenkühlung durchströmt kaltes Wasser die angebrachten Strahlplatten. Die Personen und Gegenstände im Raum geben aufgrund der höheren Temperatur die Wärme über Strahlung an die Kühldecke ab. Gleichzeitig steigt die warme Luft des Raumes nach oben und gibt ihre Wärme an die Kühldecke ab. Die abgekühlte Luft strömt in den Raum zurück und es entsteht ein angenehmes Raumklima. Dieses System ist auch unter der Bezeichnung Klimadecke bekannt.