In jeder Wohnung gibt es Hausstaubmilben. Das liegt nicht an mangelnder Sauberkeit. Die Milben übertragen auch keine Krankheiten, aber ihre Exkremente lösen bei manchen Menschen Allergien aus.
Die 0.1 bis 0.5 mm großen Milben sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Sie ernähren sich hauptsächlich von Hautschuppen und Schimmelpilzen. Sie leben vorwiegend in Matratzen, tummeln sich aber auch in Teppichböden und Polstermöbeln mit Stoffbezügen.
Die Exkremente der Milben werden mit dem Staub aufgewirbelt und gelangen so in die Atemwege. Zum Ärger einiger Allergiker. Sie reagieren mit Niesanfällen, Fließschnupfen und Atembeschwerden auf diesen allergenhaltigen Staub. Das Einnehmen von speziellen Medikamenten verhindert bzw. unterdrückt zwar die Überreaktion, aber sinnvoller ist es, vorzubeugen und den allergenhaltigen Staub zu vermeiden.
Milben vermehren sich am schnellsten in feuchten Räumen. Deshalb: regelmäßig lüften, damit die Luftfeuchtigkeit unter 60 Prozent bleibt.
Vorsicht jedoch bei hausinternem Lüften. Denn lüftet man von einem geheizten in einen ungeheizten Raum, setzt sich Feuchtigkeit an den kälteren Zimmerwänden ab. Dickflorige Teppichböden oder Staubfänger wie schwere Übergardinen und offene Bücherregale lässt man im Schlafzimmer lieber weg.
Es empfiehlt sich, auch auf Topfpflanzen mit Blumenerde sowie Luftbefeuchter zu verzichten. Hier besteht die Gefahr, dass sich Schimmelpilze bilden, die zu Allergien führen. Je weniger Staub die Atemluft belastet, desto gesünder ist das Raumklima. Deshalb ist es auch wichtig, Heizkörper einzubauen, die sich einfach und rundum reinigen lassen und wenig Staub aufwirbeln.
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